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Sphynx-Katze

Sphynx-Katze

Die Sphynx- oder Sphinx-Katze, benannt nach der altägyptischen Sphinx, ist eine nahezu haarlose kanadische Katzenrasse.

Charakter und Aussehen

Sphynx-Katzen sind mittelgroß und muskulös. Sie haben große Ohren, ausgeprägte Wangen und ein starkes Kinn. Bei näherer Betrachtung erkennt man einen leichten Haarflaum, der den ganzen Körper bedeckt.

Sphynx-Katzen sind intelligent, lebhaft und sehr menschenbezogen. Charakterlich erscheinen sie vielen als näher am Hund als andere Rassen. Bedingt durch ihre Haarlosigkeit scheint es, als würden diese Katzen eine höhere Körpertemperatur als andere Katzen haben. Dies ist jedoch nicht so. Durch das fehlende Fell wird die Körperwärme allerdings direkt über die Haut nach außen abgegeben, wodurch man beim Berühren der Tiere das Gefühl von starker Wärme hat. Da der durchschnittliche Energiebedarf einer Sphynx höher liegt, benötigen sie mehr Futter als andere Rassen. Durch das fehlende Fell sind hellhäutige Sphynx-Katzen empfindlicher gegen Sonnenstrahlung. Sie können durch ungeschützten Sonnenkontakt Sonnenbrand bekommen und müssen speziell vor Sonne geschützt werden.[1] Dies trifft allerdings auch auf Katzen mit weißem oder hellem Fell zu und ist keine Folge der Nacktheit.

Eine Eigenart von Sphynxkatzen ist die Abgabe von bräunlichem Talg, der bei Rassen mit längeren Haaren in diese abgegeben wird. Außerdem haben sie aufgrund der Mutation bzw. mangelnden Keratins, die auch den Abbruch der Haare auslöst, säbelartige, innen hohle Krallen.[2]

Ursprung

Schon aus dem Altertum sollen Berichte von haarlosen Katzen existieren und auch die Azteken sollen haarlose Katzen gehalten haben. Beides ist allerdings bei näherer Betrachtung nicht korrekt. Das älteste Dokument nebst einer Abbildung haarloser Katzen stammt aus dem Jahr 1902 aus Mexiko.

Die Zuchtlinien der heutigen Sphynx-Katzen stammen allerdings von Katzen aus Kanada ab. Diese wurden dort seit den sechziger Jahren aus natürlich mutierten Katzen vom Menschen weitergezüchtet. Seit 1980 ist die kanadische Sphynx als Rasse anerkannt.

Rechtliche Situation

Das im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft erstellte Gutachten zur Auslegung von § 11b des bundesdeutschen Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzuchten) aus dem Jahr 1999 kommt zu dem Ergebnis, dass es sich bei Sphynx-Katzen dann um Qualzuchten handelt, wenn den Tieren die Tasthaare fehlen.[3]

Im September 2015 bestätigte das Verwaltungsgericht Berlin die Anordnung des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes an eine Züchterin, ihren Zuchtkater kastrieren zu lassen und die Zucht umgehend einzustellen.[4] Dies ist das erste Urteil zum Thema Qualzucht seit dem Inkrafttreten der Änderungen des Tierschutzgesetzes im Juli 2013.[5][6] Zur Begründung hieß es auch hier, dass die Tasthaare einer Katze ein wichtiges Sinnesorgan seien und deren Fehlen daher als Schaden und Leiden für das Tier anzusehen ist. Diese Rechtsauffassung wurde 2018 durch das Verwaltungsgericht Hamburg bestätigt.

Verwandte Rassen

Aus Russland kommen die Don-Sphynxe. Bei diesen Katzen ist ein anderes Gen (das dominant vererbt wird) für die Haarlosigkeit verantwortlich.

Ebenfalls aus Russland stammt die Peterbald. Bei dieser Katzenrasse wurden in Katzen der Rasse Don-Sphynx Orientale eingekreuzt, um den Typ zu verbessern.

Hawaiische Züchter züchteten eine weitere Varietät der Sphynx-Katze, die Kohona-Katze, deren Haut nur kleine Haarfollikel besitzt und daher vollkommen haarlos ist.

Weitere sind: Bambino, BamBob, Dwelf, Elf, Hemingway-Sphynx, Lykoi, Minskin, Sphynxie Bob und die Ukrainische Levkoy. Nicht alle diese Rassen sind international anerkannt.

Gesundheitliche Probleme

Der Sphynx steht vor Herausforderungen, weil er kein schützendes Fell hat. Hautkrebs kann ein Problem darstellen, wenn er längere Zeit dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. [20]

Der Mangel an Haaren kann bei Kätzchen in den ersten Lebenswochen aufgrund der Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen zu gesundheitlichen Problemen führen. Seriöse Züchter sollten ihre Kätzchen nicht in ein neues Zuhause geben, ohne mindestens 14 Wochen alt zu sein, um sicherzustellen, dass das Kätzchen reif genug ist, um in einer neuen Umgebung zurechtzukommen.

Häufig gestellte Fragen:

F: Sind Sphynx-Katzen hypoallergen?

A: Obwohl Sphynx-Katzen oft als hypoallergen vermarktet werden, produzieren sie dennoch Allergene und können bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.

F: Werden Sphynx-Katzen kalt?

A: Sphynx-Katzen können leicht frieren, daher sollten sie in einer warmen Umgebung gehalten und bei Bedarf mit Decken und Kleidung versorgt werden.

F: Sind Sphynx-Katzen pflegeintensiver als andere Rassen?

A: Sphynx-Katzen müssen regelmäßig gepflegt und gepflegt werden, aber sie sind nicht unbedingt wartungsintensiver als andere Rassen.